Volkszaehlung, Meldepflicht und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung

Ich habe ja kuerzlich schon mal die Frage in den Raum gestellt, warum Volkszaehlung boese, Meldepflicht aber gut oder zumindest akzeptiert ist.
Bis jetzt habe ich keine schluessige Antwort bekommen. Ein grosser Kritikpunkt war wohl, dass bei der Volkszaehlung u.U. auch die Religionszugehoerigkeit ausgewertet werden koennte. Dieses Argument finde ich persoenlich ziemlich schwach, da, WIMRE, die Religion auch bei Umzuegen und der danach zwingend notwendigen Ummeldung angegeben werden muss.
Persoenlich bereitet mir die Meldepflicht aber etwas mehr Kopfschmerzen, da hier nicht nur ungefaehr ein Drittel der Bundesbuerger/Haushalte, sondern - eigentlich - jeder erfasst wird, auch mit einem relativ umfangreichen Datenumfang.
Mir stellt sich bei jedem Umzug immer die Frage, was faengt der Staat mit den ueber mich gesammelten Daten an, ausser sie an die GEZ weiterzugeben, damit ich von unverschaemten Briefen oder den von unbescholtenen GEZ-Zahlern finanzierten Sturmtrupps heimgesucht werde? Gut, ab und an tauchen die dann wohl auch bei Adresshaendlern auf. Aber wie sieht es denn mit dem einfachen Meldebueroangestellten aus, der sich vielleicht noch den Malleurlaub, den 40″-LCD-Fernseher oder eine neue Familienkutsche finanzieren moechte?
Die Diskussion um BKA-Gesetz, Vorratsdatenspeicherung und Volkszaehlung kommt zu spaet. Das Kind ist schon vor langer Zeit in den Brunnen gefallen. Die selbsternannten Datenschuetzer reden jetzt nur noch davon, ob man vielleicht das naechste Fass mit einem Trichter ueber dem Kind ausgiessen koennte.


Ein Ton zu “Volkszaehlung, Meldepflicht und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung”

  1. Dagny sagt:

    Meldepflicht ist genauso boese, aber dann waere der Artikel zu lange geworden, beim A_team.

Auch rumtönen?