Thunderbird and Lightning, very, very frightning…

Wenn man von Webbrowsern spricht, denkt der gemeine Computernutzer zumeist an Firefox - laut Mozilla Foundation die genialste Erfindung seit geschnitten Brot. Was damals als kleiner Bruder der Mozilla Suite unter dem Namen Phoenix entstand, klang vielversprechend: Schmal, stabil, durch Add-Ons erweiterbar. Soweit, sogut!

Mittlerweile ist das, was die Mozilla Foundation an Gehampel abliefert, aber eine echte Enttäuschung, zumindest unter Linux, zumal Firefox ein echtes Code-Monster darstellt (wer ihn mal selbst kompiliert hat, weiß, wovon ich spreche). Die - zugegeben - praktischen Add-Ons reißen gern mal den ganzen Browser in den Tod oder lasten das System bis zum Anschlag aus, so das nichts mehr geht. Desweiteren ist das Zusammenspiel mit dem E-Mail-Client Thunderbird ein Trauerspiel. Installiert man beide, muss man dem Donnervogel erstmal beibringen, dass er HTML-Links doch bitte mit dem Fuchs öffnet. Dazu muss man im Verzeichnis von Thunderbird eine Datei “user.js” erstellen und so lustige Sachen wie user_pref(”network.protocol-handler.app.http”, “/usr/bin/firefox”) hineinschreiben, damit das Vögelchen auch mit dem Fuchs kann. Klar, darauf kommt man natürlich von selbst! Wär ja auch zu einfach, im Konfigurationsmenü von Thunderbird einen Dialog anzubieten, mit dem sich der gewünschte Browser einstellen lässt (geschweige denn von der “automagischen” Erkennung selbigen)…

Nun gehen wir noch einen Schritt weiter und erweitern den Donnervogel um einen Kalender (Lightning). Der liegt inzwischen in der stabilen Version 0.8 (!) vor. Lightning bietet eine recht schlichte aber brauchbare Kalender-Funktion und ein rudimentäres Aufgaben-Management - beide mit der Möglichkeit zur Benachrichtigung bei Terminen oder fälligen Aufgaben. Da erscheint dann ein lustiges Pop-Up auf dem Bildschirm, das einen an diesen oder jenen Termin erinnert. Schön! Zu erwarten, dass ein in ein E-Mail-Programm integrierter Kalender aber auch E-Mails zwecks Terminerinnerung verschicken kann, ist aber offenbar wirklich zuviel verlangt. Ich mein HALLO, wo ist denn da das große Problem? Das Ding hat den Thunderbird doch quasi schon am Arsch kleben, was brauchts denn da noch?

Anstatt solche Schwachpunkte zu beseitigen, kümmert sich die Mozilla Foundation lieber darum, einen Mediaplayer zu entwickeln, weils davon ja noch nicht genug gibt. Versteh einer die Welt…


3 Geräusche zu “Thunderbird and Lightning, very, very frightning…”

  1. Solarix sagt:

    Sag mal weisst Du wie sehr Du mir aus der Seele sprichst?

  2. cefirum sagt:

    pah, firefox… _elinks_ ist das mittel der wahl :-)

  3. Solarix sagt:

    und echte maenner suerfen sowieso nur mit telnet auf port 80

    Elinks paah das ist doch was fuer Warmduscher. :-p

Auch rumtönen?