Gedanken zu …
- Verfasst von Schlens am 28. January 2008, 15:59 unter Politik(er) & Soziales
… ja, wozu eigentlich? Im Moment schwirren viel zu viele Gedanken in meinem Kopf herum, die ich eigentlich schon lange mal aufs Papier bzw. den Monitor gebracht haben wollte. Irgendetwas schafft es allerdings immer wieder, mir dieses Vorhaben zu vermiesen. Sei es nun spontane Unlust, Muedigkeit oder auch nur der allgemeine Mangel an Internet in den eigenen vier Waenden, ich komme nicht dazu.
Nun gut, es scheint hier und heute eine Art “Slow News Day” zu sein, von daher gibt’s etwas zu Hessen zu lesen.
Ueber das Kasperletheater links der Mitte wollte ich eigentlich nicht allzuviel Worte verlieren. Die aktuellen Ereignisse geben mir dazu aber leider wenig Spielraum. Immerhin sind sie es, die das weitere Geschehen in und das Schicksal Hessens beeinflussen.
Nachdem Andrea Ypsilon ja schon vollmundig vor der Wahl beschworen hatte, dass es keine rot-rote Koalition geben moege, wurde nun auch auf Bundesebene eine
grosse Koalition ausgeschlossen. Gut, mag man da denken, das wurde auch schon vor der Bundestagswahl 2005 gesagt, ergeben haben sich die Dinge dann doch etwas anders.
In Anbetracht der Seniorpartner wuerde auch die FDP gut daran tun, sich den Kolitionsverhandlungen zu verweigern.
Der fuer mich wahrscheinlichste Ausgang wird wohl eine rot-gruene, von der Linken geduldete Minderheitsregierung aus sein, sofern nicht direkt mit der Linken koaliert wird. Ich hoffe allerdings, dass Statlers Prognosen nicht total zutreffen. Egal wie, die wirtschaftliche Bluetezeit in Hessen duerfte damit der Vergangenheit angehoeren.
Der Verdienst des Kochs oder: Der Koch hat seine Schuldigkeit getan, der Koch kann gehen.
Nach allem, was uns Roland McDoland fuer Hessen getan hat, ist sein Wahlkampf schwer verstaendlich. Sicher, man hat ein Thema angesprochen, das vielleicht mal angesprochen gehoerte, das Zeitfenster allerdings, in dem es sinnvoll gewesen waere, das Thema anzusprechen, ist mittlerweile schon wieder fast geschlossen.
Aber das macht ja nichts, man kann ja die Versaeumnisse der letzten Jahre dazu verwenden, auch noch ein bisschen am rechten Rand zu fischen. Ist der Ruf erst ruiniert… Immerhin sind die Rechten nicht in Fraktionsstaerke aufmarschiert. Hat die Art und Weise, wie Roland seinen Wahlkrampf gefuehrt hat, doch noch was Gutes gehabt.
Warum er sich jetzt allerdings mit Macht selbst demontiert hat - spaetestens beim Blick auf die Ergebnisse der Demoskopen haette man auf die Idee kommen koennen, langsam mal das Ruder rumzureissen - laesst sich nur erahnen.
Meine Vermutung ist, dass hier jemand versucht, in die Fussstapfen Gerhard Schroeders, Johannes Raus oder Joschka Fischers zu treten und sich nach Berlin hochzuloben versucht.
Nach dem Auftritt der vergangenen Wochen sieht es fuer mich allerdings so aus, als wuerde es sich bestenfalls um einen Abtritt in die politische Bedeutungslosigkeit handeln.
Auch rumtönen?